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Frischer Wind aus Ikola

Hersteller von Getrieben für Windkraftanlagen setzt auf Messtechnik von Carl Zeiss

Die Windkraftindustrie bietet ein riesiges Wachstumspotenzial. Moventas, einer der weltweit größten Hersteller von Windkraftanlagen, steht bereit – auch dank Investitionen in Messtechnik von Carl Zeiss.

Situation

Vor einigen Jahren plante Moventas ein neues Werk, das in der Lage sein sollte, jährlich Tausende von Planetenrädern zu liefern. Früher wurden diese Komponenten in kleinen Mengen manuell und einzeln hergestellt. Für den nächsten großen Schritt – die Einführung eines Serienprozesses – waren große Änderungen erforderlich. Aus Qualitätssicht sollte ein neues Qualitätsmanagementsystem eingeführt werden, das alle Geräte und Prozesse beinhaltet und miteinander kombiniert. Dazu sollte Taisto Kymäläinen, verantwortlicher Qualitätsmanager, mit seinem Team u. a. umfassende Analysen der internen Prozesse durchführen und alles hinterfragen. Auch ein Preis-Leistungs-Vergleich der am Markt befindlichen Messgeräte und Messlösungen war Inhalt. "Als ich das Koordinatenmessgerät (KMG) CenterMax auf der Control 2006 gesehen habe, wusste ich sofort, dass dies die richtige Lösung für das Werk in Ikola ist", sagt Taisto Kymäläinen. Deshalb nahm er Carl Zeiss als möglichen Lösungspartner mit ins Boot. Heute ist bewiesen, dass das vor Kurzem eröffnete Werk in Ikola die Planzahlen für die Produktion von Planetenrädern sogar übertroffen hat.

Der Gesamtprozess

Die Qualität der Zahnräder in den Planetenrädern ist für die Energieeffizienz einer Windkraftanlage und die Lebensdauer von fundamentaler Bedeutung. Das Rohmaterial – riesige Stahlblöcke – wird austemperiert, bevor es mit fahrerlosen Transportfahrzeugen vollautomatisch zur Vorbearbeitung transportiert wird. Bei der ersten Bearbeitung erhält jedes Teil seinen eigenen Datenmatrixcode. Nach der Vorbearbeitung werden die Zahnräder zum Härten an einen Ort gebracht, der selbst im Winter mehr als warm und angenehm ist. So erhalten die Zahnradoberflächen eine besonders harte Schale.

Der nächste Schritt ist das Schleifen der gehärteten Zahnräder. Beim Einfahren des Schleifprozesses werden die ersten Teile noch in der Fertigung mit einem manuell bestückten CenterMax gemessen. Nachdem so die Qualität gesichert und der Prozess eingerichtet ist, kann die Serienfertigung beginnen. In der Serienfertigung transportiert ein Portalroboter nach dem Schleifen – nun selbstverständlich automatisch – die produzierten Komponenten zur Qualitätskontrolle in einen zweiten CenterMax. Anschließend transportiert der Portalroboter die Zahnräder nacheinander zu den verschiedenen weiteren Bearbeitungsstationen. Hier werden unter anderem die Zahnräder gereinigt und ihre gehärtete Oberfläche mit der Methode des Barkhausenrauschens geprüft. Abschließend folgt eine weitere Qualitätsprüfung mit CenterMax.

Automation mit CenterMax

Im CenterMax legt der Portalroboter das schwere Zahnrad sicher in einer speziellen Aufnahmevorrichtung ab. Die Messung beginnt automatisch. Über Kommunikation mit der Zelle werden die einzelnen Messergebnisse in eine Datenbank übertragen. Jedes vom CenterMax geprüfte Teil gelangt als nächstes in das große automatisierte Lager und wartet dort auf den Einbau in das Getriebe. Insgesamt ist das System ein perfektes Beispiel für ein standardisiertes automatisches System. Wenn eine weiter wachsende Nachfrage besteht, ist dieser Bereich vorbereitet auf eine Erweiterung im Rahmen eines Master-Slave-Systems. Die Auswertung von Zahnrädern mit der Messsoftware GEAR PRO ist ein wesentlicher Teil der Qualitätsverbesserung und sichert eine stabile Produktion. Auch Statistikdaten können erfasst werden, um künftige Bearbeitungen erleichtern. Mit dem erfolgten Wechsel zur Serienfertigung und den durchgeführten Maßnahmen ist Moventas für die Zukunft bestens gerüstet.

Kurzprofil

In Jyväskylä, Finnland, wurden die ersten Transmissionsgetriebe vor etwa 70 Jahren hergestellt – zu einer Zeit, als Windkraft wahrscheinlich noch als Science Fiction angesehen wurde. Damals produzierte die Firma Moventas Getriebe für die Papierindustrie. Später, zu Beginn der 1980er Jahre des letzten Jahrhunderts, wurden dann die ersten Getriebe für kleine Windkraftanlagen hergestellt. Mit der Verschmelzung der Firmen Valmet, Santasalo und Parkano Gears zu einem gemeinsamen Unternehmen im Jahr 2000 war die Grundlage für Moventas geschaffen. Heute ist Moventas mit etwa 1300 Mitarbeitern, davon 700 im finnischen Jyväskylä, ein weltweit agierendes Unternehmen.

 

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