ZEISS LSM 980 mit Airyscan 2

Das Konfokalmikroskop der nächsten Generation für schnelles, schonendes Multiplex-Imaging

Um lebende Zellen bei der Beobachtung möglichst wenig zu beeinträchtigen, sollten die biologischen Modelle – wie etwa 3D-Zellkulturen, Sphäroide, Organoide oder auch ganze Organismen – über eine geringe Farbstoffdichte verfügen. Das 3D-Imaging dieser Proben erfordert optische Schnitte mit geringer Phototoxizität bei hoher Aufnahmegeschwindigkeit. Außerdem sind Experimentwiederholungen nötig, um statistisch valide Daten für die Schlussfolgerung zu erhalten – nicht zuletzt dafür wird ein hoher Probendurchsatz benötigt.

LSM 980 mit Airyscan 2 ist die ideale Plattform für konfokales 4D-Imaging. Das System ist für die gleichzeitige spektrale Detektion mehrerer schwacher Markierungen (Emissionen bis 900 nm) mit höchster Lichtausbeute optimiert. Airyscan 2 mit seinem Multiplex-Modus bietet Ihnen viele Bildgebungsoptionen für Ihre Experimente. Wählen Sie das für Sie perfekte Set-up: Nie zuvor war es möglich so große Sehfelder mit Superauflösung bei so kurzen Aufnahmezeiten abzubilden. Softwaretools helfen Ihnen bei der Optimierung Ihres Arbeitsprozesses und unterstützen Sie effizient bei der Bildaufnahme und Datenverwaltung.

ZEISS LSM 980 mit Airyscan 2

Highlights

Nutzen Sie modernstes High-End-Imaging für Ihre Forschung

  • Vielfältige Fluoreszenzmarker von 380 nm bis 900 nm.
  • Spektrale Flexibilität mit bis zu 36 simultanen Kanälen.
  • Erfassen Sie Airyscan 2 Multiplex noch mehr Informationen in kürzerer Zeit.
  • Ermitteln Sie mit dem AI Sample Finder schnell die entscheidenden Probenstellen für die Bildaufnahme.
  • Smart Setup für optimale Imaging- und Detektoreinstellungen.
  • Erweitern Sie Ihre Forschung mit NLO-, NIR-, Cryo- und SIM²-Imaging.

Wie Sie schneller bessere Daten erhalten

Der Multiplex-Modus des Airyscan 2 liefert Ihnen mehr Informationen in kürzerer Zeit. Mit dem intelligenten Beleuchtungs- und Detektionsverfahren können anspruchsvolle dreidimensionale Proben mit einer Auflösung jenseits der Beugungsgrenze und mit hohen Bildaufnahmeraten abgebildet werden. Empfindlichen Proben werden dabei schonend behandelt. Sie haben die volle Flexibilität einer konfokalen Punktabtastung und können gleichzeitig die Geschwindigkeit und Probenschonung eines hochempfindlichen Airyscan-Flächendetektors nutzen. Dadurch wird es möglich, wissenschaftliche Fragen bis zu zehnmal schneller zu beantworten – und das in Superauflösung.

Abbildung: HeLa-Zellen, deren DNA (blau, Hoechst 44432), Mikrotubuli (gelb, Anti-Tubulin Alexa 488) und F-Aktin (Magenta, Phalloidin Abberior STAR Red) gefärbt sind. Aufnahme mit ZEISS Airyscan 2 im Multiplex-Modus für die effiziente Bildgebung eines großen Sehfelds in Superauflösung. Mit freundlicher Genehmigung von A. Politi, J. Jakobi und P. Lenart, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, Deutschland.

HeLa-Zellen, deren DNA (blau, Hoechst 44432), Mikrotubuli (gelb, Anti-Tubulin Alexa 488) und F-Aktin (Magenta, Phalloidin Abberior STAR Red) gefärbt sind.
HeLa-Zellen
COS-7-Zellen, DAPI (blau) und Anti-Tubulin Alexa 700 (rot). Aufnahme mit Alexa 700 mit NIR-Detektor.
COS-7-Zellen

Bildgebung mit höherer Empfindlichkeit

Das LSM 980 bietet Ihnen das Beste aus zwei Welten. Selbst anspruchsvollste Proben können damit abgebildet werden. Der lichteffiziente Strahlengang der LSM 9-Familie bietet mit bis zu 36 simultanen Kanälen volle spektrale Flexibilität – auch im Nahinfrarot(NIR)-Bereich. In Kombination mit Airyscan 2 extrahiert dieser revolutionäre Flächendetektor in kürzerer Zeit sogar noch mehr Informationen aus Ihrer Probe. Auf diese Weise können selbst schwache Signale mit einem vier- bis achtmal höheren Signal-Rausch-Verhältnis dargestellt werden. Für die Superauflösung muss kein Pinhole geschlossen werden – Ihr 3D-Imaging wird dadurch noch lichteffizienter.

Abbildung: COS-7-Zellen, DAPI (blau) und Anti-Tubulin Alexa 700 (rot). Alexa 700 abgebildet mit NIR-Detektor. Probe mit freundlicher Genehmigung von Urs Ziegler und Jana Döhner, Universität Zürich, ZMB, Schweiz

Erhöhen Sie Ihre Produktivität

Noch nie war es einfacher, komplexe konfokale Live-Cell-Imaging-Experimente durchzuführen. Die ZEN Mikroskopsoftware gibt Ihnen eine Vielzahl von Software-Tools an die Hand, um in kürzester Zeit reproduzierbare Ergebnisse erzielen.

Mit dem AI Sample Finder ermitteln Sie rasch Bereiche von Interesse, sodass mehr Zeit für Experimente bleibt. Das Smart Setup unterstützt Sie dabei, die besten Imaging-Einstellungen für Ihre Fluoreszenzmarker festzulegen. Direct Processing ermöglicht die parallele Bildaufnahme und Datenverarbeitung. Und mit ZEN Connect behalten Sie immer den Überblick – während der Bildgebung und danach, wenn Sie Ihre Arbeitsergebnisse mit Anderen teilen.

ZEN BioApps: Aus ansprechenden Bildern werden wertvolle Daten – analysieren Sie Ihre Bilder effizient.
ZEN BioApps: Von ansprechenden Bildern zu wertvollen Daten – analysieren Sie Ihre Bilder effizient.

Das Airyscan-Prinzip

Das Prinzip von Airyscan

Klassische konfokale Laser-Scanning-Mikroskope verwenden eine Punktbeleuchtung, um die Probe sequentiell zu scannen. Die Mikroskopoptik wandelt jeden Punkt in ein komplexes Beugungsmuster (Airy-Scheibe) um. Ein Pinhole begrenzt dann räumlich die Airy-Scheibe, damit kein Licht außerhalb des Fokusbereichs den Detektor erreicht. Das Schließen des Pinholes bietet zwar eine höhere Auflösung, doch dabei werden weniger Photonen erfasst, die auch durch Dekonvolution nicht zurückgebracht werden können.

Airyscan 2 ist ein Flächendetektor mit 32 konzentrisch angeordneten Detektorelementen. Das ermöglicht, größere Teile der Airy-Scheibe auf einmal zu erfassen. Das konfokale Pinhole selbst bleibt offen und blockiert das Licht nicht. Somit werden mehr Photonen gesammelt. Das führt zu einer deutlich höheren Lichtausbeute während der Bildgebung. Airyscan 2 bietet Ihnen eine einzigartige Kombination aus schonender Bildgebung in Superauflösung und hoher Empfindlichkeit.

So funktioniert der neue Multiplex-Modus für Airyscan 2

Die LSM 9-Produktreihe mit Airyscan 2 von ZEISS bietet Ihnen jetzt mehr Möglichkeiten, die Bildgebungsgeschwindigkeit und Auflösung an Ihre experimentellen Bedürfnisse anzupassen. Dabei wird ein konfokaler Flächendetektor mit intelligenten Beleuchtungs- und Ausleseschemata kombiniert, bei denen Sie aus verschiedenen Parallelisierungsoptionen wählen können. Der neue Multiplex-Modus nutzt die Punktform des Anregungslasers und die Position einzelner Flächendetektorelemente, um mehr räumliche Informationen zu gewinnen – auch bei paralleler Auslesung der Sensorpixel. Das ermöglicht größere Schritte beim Scan des Anregungslasers über das Sehfeld und verbessert so die erreichbaren Aufnahmegeschwindigkeiten.

Tatsächlich ermöglichen die vielen räumlichen Informationen in der Pinhole-Ebene die Rekonstruktion eines Ergebnisbildes in viel besserer Auflösung als bei konventioneller Abtastung der Aufnahme. Der Airyscan 2 im Multiplex-Modus kann in einem einzigen Durchgang bis zu vier superaufgelöste Bildzeilen mit hohem Signal-Rausch-Verhältnis erfassen. Das LSM 980 mit Airyscan 2 ermöglicht es, den Anregungslaserpunkt zu dehnen, um acht Linien parallel abzubilden. Nutzen Sie diesen Geschwindigkeitsvorteil – sei es für ultraschnelle Zeitreihen von Einzelsegmenten, für schnelle Kachelaufnahmen großer Flächen oder für schnelle, volumetrische Zeitraffer-Bildgebung.

Sehen Sie sich die Videoanimation zum Multiplex-Modus an

LSM 980 Airyscan SR Multiplex SR-4Y Multiplex SR-8Y Multiplex CO-8Y
Parallelisierung

1

4

8

8

Auflösung

120/120

140/140

120/160

Konfokal oder besser

Max. Bilder/s bei max. Sehfeld

0,2 (Zoom 1,7)

1,0 (Zoom 1)

2,0 (Zoom 1)

9,6 (Zoom 1)

Antikörper-Markierung, Feinstrukturen

+++++

++++

+++

++

Antikörper-Markierung, Kachelaufnahme

++

++++

++++

+++

Live Cell Imaging

++

+++

++++

+++++

Nahinfrarot(NIR)-Imaging

Erweiterter Spektralbereich

Durch die Erweiterung des Spektralbereichs bis ins Nahinfrarot lassen sich mehr Marker parallel nutzen. Visualisieren Sie zusätzliche Strukturen mit mehr Farbstoffen in mehrfarbigen Experimenten, wobei die Quasar- und NIR-Detektoren spektrale Multiplexing-Experimente effizient unterstützen. NIR-Fluoreszenzmarker sind aufgrund der größeren Wellenlänge weniger phototoxisch für lebende Proben. So können Sie lebende Proben über einen längeren Zeitraum beobachten und dabei die Lichtbelastung begrenzen. Licht mit größerer Wellenlänge wird zudem weniger stark durch das Probengewebe gestreut und dringt daher tiefer in die Probe ein.

Durch die Kombination aus zwei verschiedenen Detektortechnologien (erweitertes rotes GaAsP und GaAs) liefert der Zweikanal-NIR-Detektor eine optimale Empfindlichkeit bis 900 nm, sodass Sie alle gewünschten Vorteile der NIR-Marker voll ausschöpfen können.

Typische spektrale Quanteneffizienz (QE) von ZEISS LSM 980-Detektoren (einschl. NIR).
Typische spektrale Quanteneffizienz (QE) von ZEISS LSM 980-Detektoren (einschl. NIR).
COS-7-Zellen, DAPI (magenta), Anti-Tubulin Alexa 568 (blau), Aktin/Phalloidin OG488 (gelb) und TOM20 Alexa 750 (rot).

COS-7-Zellen, DAPI (magenta), Anti-Tubulin Alexa 568 (blau), Aktin/Phalloidin OG488 (gelb) und TOM20 Alexa 750 (rot). Aufnahme im Lambda-Modus über das sichtbare und das Nahinfrarot-Spektrum. Aufteilung der Einzelsignale durch Linear Unmixing. Maximumintensitätsprojektion eines Z-Stapels.
Probe mit freundlicher Genehmigung von Urs Ziegler und Jana Döhner, Universität Zürich, ZMB, Schweiz.

Mikrotubuli einer COS-7-Zelle (Anti-Tubulin AF700). Vergleich des ZEISS LSM 980 MA-PMT und des ZEISS NIR GaAsP-Detektors; Anregung mit Laser (639 nm) mit derselben Laserleistung. Emissionsbereich für den MA-PMT: 660–757 nm; für den NIR-Detektor: 660–900 nm.
Probe mit freundlicher Genehmigung von Urs Ziegler und Jana Döhner, Universität Zürich, ZMB, Schweiz.

Multiphotonenmikroskopie mit LSM 980-NLO

Die Multiphotonenmikroskopie (Mikroskopie mit zwei Photonen, nichtlinerare optische Mikroskopie [NLO]) ist eine bevorzugte Methode für die nichtinvasive Bildgebung und die Abbildung tiefer Gewebeschichten bei lebenden oder fixierten Proben, insbesondere in den Neurowissenschaften. Die Multiphotonenmikroskopie macht sich zunutze, dass längere Wellenlängen (600–1300 nm) weniger stark durch das Gewebe absorbiert und verstreut werden. Dadurch können sie tiefer in die Probe eindringen und dennoch einen Fokus bilden. Die erforderliche Energie zur Anregung eines Fluoreszenzfarbstoffs wird nicht von einem einzelnen Photon geliefert, sondern von zwei Photonen mit jeweils der halben Energiemenge. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Photonen den Fluorophor gleichzeitig erreichen, ist nur im Brennpunkt ausreichend hoch. Das Emissionslicht wird daher nur aus der Fokussierebene abgestrahlt und kann effizient detektiert werden. So entsteht ein optischer Schnitt ohne Pinhole.

Energiediagramm der Zweiphotonenmikroskopie
Energiediagramm der Zweiphotonenmikroskopie
Konfokal- und Multiphotonenmikroskopie in Kombination

Ein LSM, das konfokale Funktionen und Multiphotonenfunktionen bietet, ermöglicht Ihnen den optimalen Zugang zu beiden Technologien für Ihre Experimente:

  • Kombinieren Sie das Durchdringen tiefer Gewebeschichten mit erhöhter Empfindlichkeit, Auflösung und Geschwindigkeit
  • Verringern Sie die Lichtbelastung und erreichen Sie eine klare Trennung der Emissionssignale
  • Erfassen Sie effizient Licht mit hochempfindlichen GaAsP-NDD-Detektoren nahe am Signal
  • Visualisieren Sie ungefärbte Strukturen mit Multiphotonenanregung über eine verdoppelte oder verdreifachte Frequenz (SHG, THG)
     
Zebrafisch-Hirngefäßsystem
Zebrafisch-Hirngefäßsystem abgebildet in koronarer Richtung. Aufnahme mit Zweiphotonen-Laseranregung bei 1000 nm. Das Emissionslicht wurde mit dem GaAsP-BiG.2-Non-descanned-Detektor erfasst. Der Z-Stapel ist mit 293 µm farbkodiert. Probe mit freundlicher Genehmigung der Abteilung Fischzucht, Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI), Jena.
Maus-Hirnschnitt mit neuronaler zytoplasmatischer GFP-Markierung
Maus-Hirnschnitt mit neuronaler zytoplasmatischer GFP-Markierung. Das 100-µm-Volumen wurde mit Zweiphotonen-Laseranregung bei 1000 nm mit dem GaAsP-BiG.2-Non-descanned-Detektor aufgenommen. Die Tiefe des Datensatzes wurde farbkodiert und mit ZEN Blue wurde eine orthogonale Projektion erstellt. Probe mit freundlicher Genehmigung von Prof. J. Herms, LMU, München.

Anwendungen

ZEISS LSM 980 in der Anwendung

Meiose bei Seesternoozyten
Die Tiefenkodierung zeigt eine Teilmenge von 52 μm. Im Film ist der Transport von Chromosomen in einer Seesternoozyte zu sehen, die eine Meiose durchläuft. Die Chromosomen sind über Histon H1 mit Alexa 568 markiert. Im Airyscan CO-8Y-Modus wurde alle 2,4 Sekunden ein Z-Stack von 67 μm erfasst. Gleichzeitig zum Chromosomentransport zerfällt der Nukleolus (die große kugelförmige Struktur).

Meiose bei Seesternoozyten
Die Darstellung ist eine Projektion des Prozesses entlang der Z-Achse (maximale Intensität) über die Zeit (farbkodierte Projektion), um die Bewegung der Chromosomen innerhalb des Volumens des Nukleolus zu veranschaulichen. © Mit freundlicher Genehmigung von P. Lenart, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, Deutschland.

Oozyten sind sehr große Zellen mit einem großen Nukleolus, die alle Nährstoffe speichern, um die frühe embryonale Entwicklung zu unterstützen. Diese Zellen müssen sich vor der Befruchtung teilen. Wie diese Zellteilung in der Zelle funktioniert, wird im Labor von P. Lenart untersucht.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass ein Aktin-Netzwerk erforderlich ist, um die Chromosomen zu sammeln, die im Nukleolus der Oozyte verstreut sind. Sie werden dann an Mikrotubuli übergeben, die die Chromosomen einfangen und entlang der Spindel ausrichten. Die aktin- und mikrotubuligesteuerten Transportphasen weisen sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten und weitere Differenzierungsmerkmale auf, die durch die Verfolgung der Chromosomenbewegung unterschieden werden können.

Das ist eine schöne Imaging-Herausforderung, da Chromosomen im sphärischen Nukleolus mit einem Durchmesser von 80 μm verstreut sind und über einen Zeitraum von etwa 15 Minuten transportiert werden. Im Jahre 2005 konnten wir alle 45 Sekunden jeweils einen Bildstapel aufnehmen. Das reichte gerade, um aktin- und mikrotubuligesteuerte Phasen zu unterscheiden. Mit den hier gezeigten neuen, hochauflösenden Bewegungsbahnen hoffen wir, mehr über die Details des Transportmechanismus zu erfahren.

Peter Lenart

Gewebeexplantate der Ependyma aus dem ventrikulären System eines Mäusehirns

Dieses ZEN Connect Projekt dokumentiert ein Experiment mit den Gewebeexplantaten der Ependyma aus dem ventrikulären System eines Mäusehirns. Alle erfassten Daten des Experiments bleiben im Kontext erhalten. Die Übersichtsbilder von Kamera und LSM ermöglichen es, die Lokalisation des erfassten Ziliarschlags innerhalb der Probe präzise zu dokumentieren. Die Flusskarte der von den Cilien erzeugten Strömung entlang der ependymalen Wand wird als Referenz hinzugefügt.

Übersicht über fluoreszenzmarkierte motile Cilien auf Ependymagewebe-Explantaten aus einem Mäusehirn

Mit Airyscan 2 kann schnell ein Übersichtsbild über fluoreszierende Bereiche gewonnen werden. Dazu führt man im Multiplex CO-8Y-Modus eine Kachelaufnahme durch, um Regionen von Interesse zu finden – in diesem Fall bei beweglichen Cilien auf Ependymagewebe-Explantaten aus dem Gehirn einer Maus. Die Z-Ebenen werden in farbiger Tiefenkodierung dargestellt. Die genaue Position der aufgenommenen beweglichen Cilie wird im ZEN Connect-Projekt dokumentiert.

Live Imaging mit 143 Bildern pro Sekunde von fluoreszierend markierten beweglichen Cilien des Gehirn-Ependymas. Aufgenommen mit dem Airyscan CO-8Y-Modus: Eine hohe Bildqualität kombiniert mit hoher Aufnahmegeschwindigkeit ermöglicht die detaillierte Analyse von Richtung und Frequenz des Cilienschlags. © Mit freundlicher Genehmigung von G. Eichele, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, Deutschland.


© Mit freundlicher Genehmigung von M. Paoli, Galizia Lab, Universität Konstanz, Deutschland.

Die Gehirn-, Brust- und Bauchganglien der Schabe sind durch bilaterale Verbindungsbündel verbunden. Diese bestehen aus auf- und absteigenden Interneuronen, die das Strickleiternervensystem bilden. In diesem Präparat wurden linke und rechte Konnektive einzeln markiert (Alexa 488: grün, Alexa 647: magenta). Die Markierung erfolgte posterior zum suboesophagealen Ganglion. Es soll die Ausdehnung ihrer Innervation innerhalb der verschiedenen Neurophilen sowie durch die ipsi- und kontralateralen Teile des Gehirns beobachtet werden. (DNA markiert mit DAPI: cyan). Die Bildgebung erfolgte mittels Kachelaufnahme, um das gesamte Volumen (3 × 2,3 × 0,26 mm) zu erfassen. Die 3D-Animation des kompletten Datensatzes erfolgte mit arivis Vision 4D, dem perfekten Werkzeug zum Rendern und Analysieren großer Datensätze. Der 4D-Viewer in arivis Vision 4D kann so konfiguriert werden, dass er die Darstellung einzelner Kanäle unabhängig voneinander anpasst, um bestimmte Funktionen hervorzuheben.

Diese Einstellungen können zusammen mit den Clipping-Ebenen oder der unterschiedlichen Opazität einzelner Kanäle in Schlüsselbildern gespeichert werden. Die Software interpoliert automatisch zwischen den Kanälen, um eine nahtlose Animation zu erzeugen. Diese Animationen können in der Vorschau betrachtet und bearbeitet werden, bevor hochauflösende Videorenderings erstellt werden.


Ein bewährtes Forschungsmodell für die Entwicklung des Gefäßsystems ist der Zebrafisch. Mit Multiphotonen-Imaging lassen sich die verzweigten Gefäßstrukturen im Hirn von Zebrafischen in großer Tiefe erfassen. Durch eine Frequenzverdoppelung (SHG) ist es zudem möglich, ohne zusätzliche Marker Strukturinformationen zu dem umliegenden Gewebe zu erfassen.


Hirn- und Augengefäße beim Zebrafisch (grün) und Frequenzverdoppelung (grau) in sagittaler Richtung. Ein Volumen von 267 µm wurde mit Zweiphotonen-Laseranregung bei 1000 nm aufgenommen und die Emission wurde mit dem GaAsP-BiG.2-Non-descanned-Detektor detektiert. Die Frequenzverdoppelung ermöglichte die Visualisierung der Gewebestrukturen, beispielsweise der Netzhautzellen und der Augenmuskeln. Probe mit freundlicher Genehmigung der Abteilung Fischzucht, Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI), Jena.


NIR: Höhere Anzahl von Markern
Die Anzahl der Marker zu erhöhen ist ein großer Vorteil für die Erfassung der komplexen biologischen Welt. LSM 980 kann gleichzeitig mehrere Marker abbilden und dabei einen breiten Emissionsbereich bis 900 nm abdecken. Diese COS-7-Zellen wurden mit 4 unterschiedlichen Fluorophoren markiert, wobei das Emissionsmaximum bei zwei dieser Fluorophore (Alexa 700 und Alexa 750) im Nahinfrarot(NIR)-Bereich liegt. Die flexiblen Quasar- und NIR-Detektoren des LSM 980 bildeten alle Marker mit optimaler Empfindlichkeit ab.

COS-7-Zellen, Anti-TOM20 Alexa 750 (rot), Anti-Tubulin Alexa 568 (cyan), Aktin/Phalloidin OG488 (magenta), DAPI (gelb). Aufnahme mit LSM 980 und ZEISS NIR-Detektor im Kanalmodus. Die Fluoreszenzsignale wurden per Linear Unmixing getrennt, das eine klare Trennung zwischen den spektral überlagernden Farbstoffen Alexa 700 and Alexa 750 bewirkt.

COS-7-Zellen, Anti-TOM20 Alexa 750 (rot), Anti-Tubulin Alexa 568 (cyan), Aktin/Phalloidin OG488 (magenta), DAPI (gelb).
Probe mit freundlicher Genehmigung von Urs Ziegler und Jana Döhner, Universität Zürich, ZMB, Schweiz.
COS-7-Zellen, Anti-TOM20 Alexa 750 (rot), Anti-Tubulin Alexa 568 (cyan), Aktin/Phalloidin OG488 (magenta), DAPI (gelb).

Einfache Navigation und Korrelation
Die Welt der Mikroskopie verlagert sich mehr und mehr auf größere Proben. Es wird daher immer wichtiger, den Positionskontext zu erhalten und Buch über die erfassten Bereiche zu führen. Der AI Sample Finder klassifiziert den Objektträger, erkennt die Probe, ermittelt den Fokus und erstellt ein schnelles Übersichtsbild mit dem T-PMT-Detektor oder der Kamera. Sie können beliebig durch das Übersichtsbild navigieren, sich orientieren und dann mühelos die entscheidenden Strukturen finden. So ist sichergestellt, dass Sie Ihre Zeit nur für das Imaging von Regionen investieren, die tatsächlich Informationen für Ihre Forschung bieten. ZEN Connect korreliert alle mit der Probe zusammenhängenden Daten.

In diesem Beispiel wurde Maus-Darmgewebe mit drei Fluorophoren markiert, die ein Emissionsspektrum von 500–850 nm abdecken. Der AI Sample Finder hat den Objektträger automatisch erkannt und ein schnelles Übersichtsbild mit dem T-PMT-Detektor erstellt, um den Marker Alexa 488 zu erfassen. Das Übersichtsbild dient zur Navigation in der Probe und zur Ermittlung der Zielstruktur. Mit den Quasar- und NIR-Detektoren des ZEISS LSM 980 wurden Bilder der sichtbaren und unsichtbaren Marker mit optimaler Empfindlichkeit abgebildet.

Schnitt durch ein Maus-Darmgewebe.
Schnitt durch Maus-Darmgewebe. Einfärbung: Substanz P (cyan, Alexa 488) zur Markierung der präsynaptischen Kontakte im enterischen Nervensystem; HuC/D (gelb, Alexa 568) zur Markierung der enterischen Neuronen; neuronale Stickstoffmonoxid-Synthase (nNOS, rot, Alexa 750) zur Markierung einer Teilpopulation der enterischen Neuronen. Probe mit freundlicher Genehmigung von Pieter Vanden Berghe, LENS und CIC, Universität Leuven, Belgien.

Die Multiphotonenmikroskopie kann mit der 3D-Kachelaufnahme kombiniert werden und ermöglicht damit das Imaging großer Proben, wie etwa das Maus-Kleinhirn in diesem Beispiel. Mit dem Airyscan 2-Imaging im Superauflösungsmodus lassen sich superaufgelöste Bilder bestimmter Regionen aufnehmen. Dieses Verfahren kann zudem nahtlos mit dem Zweiphotonen-Imaging kombiniert werden. ZEN Connect führt alle Informationen aus Ihren verschiedenen Experimenten zusammen, sodass Sie die hochauflösenden Bilder in der größeren Struktur zuordnen können. So sind Sie in der Lage, den Kontext zu erhalten und Ihre Dateiorganisation zu vereinfachen.

Maus-Kleinhirn mit den Markern Anti-Calbindin (Alexa 568) und Anti-GFAP (Alexa 488).
Maus-Kleinhirn mit den Markern Anti-Calbindin (Alexa 568) und Anti-GFAP (Alexa 488).

Maus-Kleinhirn mit den Markern Anti-Calbindin (Alexa 568) und Anti-GFAP (Alexa 488). Beide Fluorophore wurden mit dem Zweiphotonenlaser bei 780 nm angeregt und die Emissionsspektren wurden gleichzeitig mit dem BIG.2-Detektor erfasst. Die gesamte Struktur wurde mithilfe von 3D-Kachelaufnahmen (Tiling und Stitching) abgebildet und in ZEN Blue wurde eine orthogonale Projektion erstellt. Bestimmte Regionen wurden mit dem Airyscan 2-Detektor abgebildet, um hochauflösende Bilder der Purkinjezellen zu erhalten. Die Airyscan 2-Datensätze wurden verarbeitet und mit ZEN Blue wurden orthogonale Projektionen erstellt. Die einzelnen superaufgelösten Bilder sind mithilfe von ZEN Connect mit dem Kleinhirn ausgerichtet worden. Probe mit freundlicher Genehmigung von L. Cortes, Universität Coimbra, Portugal.

Downloads

ZEISS LSM 980 with Airyscan 2

Your Next Generation Confocal for Fast and Gentle Multiplex Imaging

Seiten: 43
Dateigröße: 7924 kB

The Basic Principle of Airyscanning

Seiten: 22
Dateigröße: 1472 kB

ZEISS LSM 9 Family with Airyscan 2

Multiplex Mode for Fast and Gentle ConfocalSuperresolution in Large Volumes

Seiten: 11
Dateigröße: 3114 kB

Beam Path of ZEISS LSM 980

Poster

Seiten: 1
Dateigröße: 2074 kB

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